Die (fast) papierlose Schultasche nach eineinhalb Jahren

Seit gut eineinhalb Jahren versuche ich nun so weit wie möglich darauf zu verzichten Papier in meiner Schultasche zu befördern. Was hat sich in dieser Zeit getan?

Das MacBook wurde durch ein iPad ersetzt. Mit all dessen Vor- und Nachteilen, von denen ich ein paar nennen möchte:

Vorteile:
– leichter
– längere Laufzeit
– lässt sich leichter mit einer Hand halten
– noch schneller einsatzbereit als ein MacBook
– liegt flach auf dem Tisch (unauffälliger, keine Sichtsperre zwischen Lehrer und Schülern)
– lässigere Bedienung

Nachteile:
– nicht so flexibel, was die Programmauswahl betrifft
– Bedienung einiger Programme, wie z.B. Textverarbeitung etwas umständlicher
– viele einfach (komfortabel) zu bedienende Programme verfügbar
– weniger Speicher und keine Ordnerstruktur

Für mich überwiegen die Vorteile des iPads wie, Gewicht, Laufzeit und schnelle Bereitschaft.
Doch wie lässt sich nun damit arbeiten? Mit einem Wort: Gut.
Um dies genauer zu beleuchten, möchte ich ein paar Apps eingehen, die ich häufig nutze.

  • zunächst einmal natürlich Mail, das ich für meinen privaten, wie auch dienstlichen Mail-Account nutze. Mir gefällt Mail, sowohl auf dem iPad, wie auch auf dem iPhone und dem Mac Pro (rauf dem der Berglöwe wacht, an dessen neu gestaltetes Mail ich mich aber noch immer nicht so ganz gewöhn habe) Mail arbeitet problemlos mit meinen Mailanbietern
  • Zu Safari ist nicht viel zu sagen. Für kaum eine Anwendung ist ein Tablet besser geeignet als das Surfen im Internet.
  • Schon vor Jahren hat miCal den iOS eigenen Kalender in meinem iPhone abgelöst. Auf dem iPad macht die Kalenderalternative eine noch bessere, weil übersichtlichere Figur. Einziger Wehmutstropfen: Die Entwickler schlagen doppelt zu. Beide Versionen müssen einzeln gekauft werden. Dafür ist der Support sehr gut.
  • Lange habe ich nach einer für mich geeigneten ToDo Liste gesucht. Die iOS eigene Aufgabenliste gefällt mir nicht. Errands läuft auf iPhone und iPad und synchronisiert wunderbar. Es können verschiedene Aufgabenlisten angelegt werden. Zur Sortierung stehen Prioritäten und mehrere Alarme zur Verfügung.
  • GoodReader verwaltet meine PDFs und kann auch mit Bildern, Filmen und diversen anderen Dokumenten umgehen. Selbst PDFs mit weit mehr als 100 MB können problemlos dargestellt werden. Da immer mehr Schulbüchern deren Inhalt schon als PDF beiliegt, kann hier viel Gewicht beim täglichen Transport eingespart werden.
    Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass GoodReader mit verschiedenen Clouds, also online Speichern umgehen kann, unter anderem auch WebDav oder im Heimnetz AFP
  • TeacherTool ist für mich die beste Schüler- und Notenverwaltung, die ich kenne. Entwickelt von Lehrern für Lehrer und wird ständig weiterentwickelt. Leider kst nicht im er klar, ob und wie es eingesetzt werden darf, weil noch nicht alle Datenschutzbeauftragte der Länder und Schulen im 21. Jahrhundert angekommen sind.
  • Stunden- und Vertretungspläne, die mit WebUntis verwaltet werden, können auf iPhone und iPad mit Timetable , bzw Time Units eingesehen werden.
  • Das iPad ist kein Notebook, dennoch lassen sich nach kurzer Eingewöhnung mit Pages oder Office2 HD gut Arbeitsblätter und alle möglichen anderen Schrift- und Tabellenstücke anfertigen. Für Pages gibt es zudem viele schöne Vorlagen für kleines Geld.
  • nicht fehlen sollten der Duden und das eine oder andere Wörterbuch, zum Beispiel von Langenscheid.
  • Warum Apple dem iPad den vom iPhone bekannten Taschenrechner vorenthält, bleibt wohl Geheimnis von Steve Jobs. Es gibt unzählige Alternativen zu verschiedenen Preisen. Den perfekten Taschenrechner habe ich jedoch noch nicht gefunden und hoffe auf iOS7.
  • Für Notizen habe ich mich nach einigem Ausprobieren für Notability entschieden. Tastatur, Handschrift, Zeichnen, Fotos einbinden – alles möglich. Das alles einfach und übersichtlich.
  • für Mindmaps und Outlines, von denen ich zugegebenermaßen kein großer Freund bin, eignet sich MagicalPad
  • In einigen Unterrichtseinheiten lassen sich hervorragend Filme oder kleine Animationen produzieren, wie zum Beispiel im Gestaltungs- oder Deutschunterricht. Der Einstieg in dieses aufwändige Thema sind oft stop motion Filme. Diese lassen sich schnell und einfach mit iMotion aufnehmen. Wer über zwei iOS Geräte verfügt hat die Möglichkeit eins davon als Fernbedienung zu verwenden, so muss die „Kamera“ für eine Aufnahme nicht bewegt werden. Geschnitten und weiterverarbeitet werden kann der Film dann im, vom Mac bekannten, iMovie, welches auf dem iPad eine bessere Figur macht, als ich zunächst dachte.
  • Foren lassen sich übersichtlicher mit Tapatalk bedienen, wenn der Forenbetreiber das entsprechende Plugin installiert hat. Leider hat der Hersteller die App, wie ich finde, mit dem letzten großen Update eher verschlimmbessert.
  • Meiner Unterhaltung unterwegs dient dailyme TV, mit welchem sich halbwegs aktuelle Fernsehserien abonnieren und ansehen lassen.
  • Weiterhin nutze ich folgende Apps, die wohl keiner näheren Beschreibung bedürfen:
    – Amazon
    – ebay
    – Podcasts
    – YouTube
    – Tagesschau, n-tv, N24
    – iLiga
    – Apple Karten, Google Maps
    – DB Navigator
    – Facebook
    – und natürlich WordPress